Lernen und Kognition

Aufmerksamkeit und Konzentration: was sie steuert

Sie setzen sich zum Arbeiten hin, fest entschlossen, sich zu konzentrieren. Drei Minuten später liegt Ihr Telefon in Ihrer Hand, ohne dass Sie überhaupt beschlossen hätten, es zu nehmen. Sie sagen sich, Sie seien von Natur aus zerstreut, unfähig durchzuhalten, Ihre Aufmerksamkeit laufe davon. Das ist falsch. Aufmerksamkeit ist weder ein Charakterfehler noch eine Ressource, […]

Lernen und Kognition

Verteilte Wiederholung: zur richtigen Zeit lernen

Zwei Studierende bereiten sich auf dieselbe Prüfung vor. Der eine verbringt die Nacht davor damit, alles in einem Rutsch noch einmal durchzulesen, Kaffee um Kaffee, und erscheint am nächsten Tag mit dem soliden Gefühl, den Stoff zu beherrschen. Der andere hat denselben Inhalt wiederholt, aber in kleinen, über mehrere Wochen verteilten Einheiten. Eine Woche nach […]

Lernen und Kognition

Schlaf und Gedächtnis: was nachts geschieht

Sie haben das wahrscheinlich schon erlebt. Sie lernen abends etwas, schlafen gut, und am nächsten Tag, ohne es noch einmal durchgearbeitet zu haben, wirkt alles klarer, solider, fast selbstverständlich. Umgekehrt lässt eine zu kurze Nacht alles verschwommen zurück, als hätte sich nichts wirklich gesetzt. Das ist weder Glück noch Zufall. Das Gehirn legt während des […]

Lernen und Kognition

Mentale Belastung: wenn Information überläuft

Ein sechzigseitiger Bericht, der vor einer Besprechung in zwei Stunden verdaut werden muss. Eine Besprechung, in der man nach zwanzig Minuten vollständig aussteigt, unfähig, dem Faden zu folgen. Eine E-Mail, die man dreimal liest, ohne ihren Sinn wirklich zu erfassen, als glitten die Wörter vorbei, ohne eine Spur zu hinterlassen. Angesichts dessen lautet der Reflex, […]

Lernen und Kognition

Der Testeffekt: sich irren, um besser zu lernen

Eine Prüfung rückt näher, und der Reflex ist fast immer derselbe: die Notizen wieder und wieder lesen, bis alles vertraut wirkt. Man schließt das Heft mit der Überzeugung, gut wiederholt zu haben. Dabei prägt sich aktiv abgefragter Stoff, selbst wenn man sich dabei irrt, weit wirksamer ein als eine auf Anhieb gelungene Wiederholungslektüre. Dieses Paradox […]